Jahresplanung im Ladescreen - Digitale Diamanten 01/26

Jahreskalender zum Download, Zielsetzung und Interview-Podcast-Tipps

Frohes neues Jahr, liebe Leser!

Dieser zweite Januar ist ein merkwürdiger Tag. Gestern war noch Feiertag, einige von uns haben vermutlich noch mit den Nachwirkungen vom Vortag zu kämpfen gehabt und morgen ist schon wieder Wochenende. 🌀

Ist das jetzt also schon Alltag oder noch Urlaubsstimmung?

Es fühlt sich ein bisschen an wie der World-of-Warcraft-Ladebildschirm: Ja, das Jahr hat schon geladen, aber noch nicht alle Grafiken sind gerendert und auch noch nicht alle Spieler eingeloggt. 🎮

Daher können wir den heutigen Tag – und auch das Wochenende – gut nutzen, um dem Jahr 2026 eine Richtung zu verpassen. Ich empfehle dafür drei Schritte.

Wer das alles schon erledigt hat, kann auch direkt zum Schluss dieses Newsletters scrollen – dort gibt es noch ein paar Content-Tipps 👇

📅 Der Jahreskalender

Mein tägliches Tun bestimmt mein Outlook-Kalender, synchronisiert mit allen Apple-Geräten. Hier sehe ich vor allem im Arbeitsalltag im 15-Minuten-Takt, wie meine Zeit geblockt ist.

Was mir dort fehlt, ist eine gute Jahresansicht. Ich möchte auf einen Blick Fragen beantwortet bekommen wie:

  • Wie viele Wochen im Sommer sind eigentlich schon für Hochzeiten geblockt?

  • Wo passt noch gut ein Urlaub hin?

  • Welche persönlichen Highlights kann ich mir in die dunkle Jahreszeit legen?

Dafür nutze ich ganz stumpf eine Vorlage in MS Excel, weil es als Tabelle irgendwie am besten funktioniert.

2026 auf einen Blick

Ziel des Jahreskalenders ist nicht zwingend, mich bei meinen Zielen zu unterstützen. Für mich ist er vor allem ein Werkzeug fürs Energiemanagement.

Werktags ist mein Alltag stark von Routinen bestimmt. Umso wichtiger ist es für mich, Urlaube und Wochenenden bewusst für die Erfüllung meiner Werte zu nutzen. Das können coole Partys sein 🎉 – genauso gut aber auch ein Recovery-Wellness-Wochenende 🧖‍♂️.

Den Jahreskalender zum Download findet ihr hier:

Link gerne weitergeben!

📈 Quartalsziele finden und wöchentlich runterbrechen

Auch wenn ich 2019 als Neujahrsvorsatz mit dem Rauchen aufgehört habe 🚭: Der klassische „Neujahrsmodus“ ist nicht der Weg, wie ich meine Ziele formuliere.

Ich setze mir aktionsbasierte Quartalsziele, die ich wöchentlich messen kann.

Aktionsbasiert bedeutet: Ich messe den Weg, nicht das Ergebnis.

Der Klassiker: Mehr Sport machen.

Mein Ansatz wäre zum Beispiel:

  • ein wöchentliches Zeitziel für Training

    und nicht:

  • „Ich möchte bis zum 1.4.2026 10 km in 50 Minuten laufen.“

Warum so wenig Fokus auf das Ergebnis?

Einmal kurz einen Schritt zurück: Was ist eigentlich der Sinn dieses Ergebnisziels?

Die ehrliche Antwort: Es gibt keinen. Ich werde nicht von einem Räuber verfolgt, den ich nur abschütteln kann, wenn ich diese 10 km laufe.

Das Ziel dient als Richtungsangabe – und am Ende als Messpunkt. Aber weder trainingswissenschaftlich noch psychologisch bringt es etwas, tagtäglich All-Out-10-km zu laufen.

Darum konzentriere ich mich lieber auf Dinge wie:

  • Ich mache jede Woche 5 h Ausdauertraining

    oder

  • Ich erfülle meinen Trainingsplan zu 100 %

Diese Punkte kann ich wöchentlich überprüfen und mir dann Fragen stellen wie:

  • Was hat gut geklappt?

  • Was hat nicht geklappt?

  • Was muss ich nächste Woche anpassen?

Gleiches gilt für Vermögensaufbau 💰:

Täglich ins ETF-Depot zu schauen bringt wenig. Wöchentlich Ausgaben zu überprüfen und nachzusteuern bringt deutlich mehr.

Und bitte: Für Gewichtsverlust nicht stündlich wiegen 😅

Natürlich habe ich das Prinzip von Quartalszielen und Weekly Reviews nicht erfunden, sondern mir aus verschiedenen Quellen zusammengeklaut:

🎧 Content-Tipp: Interview-Podcasts

Vorneweg möchte ich ein ganzes Content-Format empfehlen: den klassischen Interview-Podcast 🎙️.

Für mich der schönste Gegenentwurf zur hirntoasteten Kurzvideoscheiße. Zwei Menschen vor einem Mikrofon, die lange sprechen können, weit ausholen und Dinge wirklich durchdenken. Herrlich entspannend.

Was viele Menschen weird finden: Ich gucke Podcasts. Ich sitze also wirklich vorm Fernseher und schaue mir die Videospur an – weil es mir hilft, mich voll darauf einzulassen und meine Konzentration zu schulen.

Exemplarisch drei Empfehlungen (die Kanäle dahinter kann ich genauso empfehlen):

💡 Warum gibt es eigentlich den Beruf als SAP-Berater?

Die Frage steht nicht im Zentrum des hier empfohlenen OMR-Podcasts, aber die Serie zeigt sehr gut, wie SAP zu einer solchen Weltmacht werden konnte.

Man bekommt außerdem eine gute Vorstellung davon, warum Beratungsfirmen wie mindsquare im Fahrwasser von SAP mitwachsen konnten. Ich bin großer Fan dieser Wirtschaftsgeschichts-Podcasts – danach schlafe ich besser als bei True Crime 😴.

Wenn ihr bis hierhin gelesen habt, hat euch der Newsletter vielleicht gefallen 😊

leitet ihn gerne weiter oder sprecht darüber.

Liebe Grüße,

Alex 🙌